Idee & Konzept


1. Europäische Metropolregion Nürnberg

In der Europäischen Metropolregion Nürnberg leben ca. 3,5 Mio. Menschen. Sie erwirtschaften ein BIP von 111 Mrd. Euro. Die Metropolregion Nürnberg gehört zu den zehn großen Wirtschaftszentren Deutschlands. Sie besteht aus 21 Landkreisen und 11 kreisfreien Städten.

Es wurde ein Organisationsmodell entwickelt, dessen demokratisches Kernstück der Rat ist. 54 Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister entscheiden dort über die Strategien. In sieben Fachforen arbeiten rund 400 Akteure aus der gesamten Metropolregion zusammen.

2. Wissenschaftstag der Europäischen Metropolregion Nürnberg

Der Wissenschaftstag der Europäischen Metropolregion Nürnberg ist eine zentrale Präsentationsplattform der gesamten Metropolregion. Das „wissenschaftliche Schaufenster" Nordbayerns dient dem Aus­tausch mit Landes-, Bundes- sowie europäischer politischer Ebene und dem Kontakt der Felder Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Bildung.

Das Zusammentreffen soll Kontakte ermöglichen, den Meinungsaustausch forcieren, die Diskussion wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Themen bündeln, Vernetzungen und Synergien fördern und Kooperationen und gemeinsame Projekte anstoßen. Die überregionalen Gastredner unterstreichen die Bedeutung des gesellschaftlichen Ereignisses, an dem ein großer Teil der Führungselite Nordbayerns teilnimmt. Eine begleitende Ausstellung stellt die wissenschaftlichen Einrichtungen der Region und die Sponsoren vor.

Der Wissenschaftstag tourt durch die Hochschulstandorte der Metropolregion. Gastgeber war 2007 die Universität Erlangen-Nürnberg, 2008 die Universität Bayreuth, 2009 die Hochschule Amberg-Weiden und 2010 die Otto-Friedrich-Universität Bamberg. 2011 wird die Stadt Anbach mit den drei mittelfränkischen Hochschulen - der Hochschule Ansbach, der Hochschule Weihnstephan-Triesdorf und die Augustana Hochschule Neuendettelsau - zum 5. Wissenschaftstag unter dem Tagungstitel "Mensch- Natur-Technik: Für unsere Welt von morgen" am Freitag, den 15.7. 2011 einladen. Schwerpunkt ist dieses Jahr ein zukunftsorientierter Blick auf Entwicklungen unterschiedlicher Bereiche des modernen Lebens- nämlich das Zusammenspiel von Energie und Umwelt, Medienwelten im Jahr 2020, Gesundheit, Technik und Ethik im Bezug auf eine alternde Gesellschaft und die Nutzung von Kunststoffen in der Arbeit mit neuen Materialien.

3. Module des Wissenschaftstags

Elemente des Wissenschaftstags sind:

  • Eröffnung und politische Hauptreden
  • 4 Podien, in denen Fachthemen durch jeweils 5 Vorträge vertieft werden; dabei sollen besonders die Kompetenzen der gastgebenden Hochschule zur Geltung kommen, aber auch Referenten von anderen Einrichtungen wie von Wirtschafts­unternehmen berücksichtigt werden.
  • Ratsempfang der Europäischen Metropolregion Nürnberg
  • Ausstellung der Wissenschaftseinrichtungen der EMN

4. Termin und Tagungsort

Als Termin wurde Freitag, der 30. April 2010 festgelegt. Offizieller Beginn ist 13 Uhr. Der Wissenschaftstag findet in der Bamberger Konzert- und Kongresshalle statt. Der Joseph-Keilberth-Saal nimmt das Plenum auf, Tagungsräume für die Podien und das Foyer sind reserviert.

5. Hauptredner

Zur Eröffnung gibt es folgende Ansprachen:

  • Bambergs Uni-Präsident Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert
  • Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke
  • Bayerischer Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch, MdL
  • Vorsitzende des EU-Parlamentsausschusses für Kultur, Jugend, Bildung, Medien und Sport Dr. h.c. Doris Pack, MdEP

6. Podienthemen

Beim Bamberger Wissenschaftstag wird es vier Themenkreise à 5 Referenten geben. Jedem Panel steht ein Anchorman vor, der eine spannende Referentenmischung aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt, die Teilaspekte fokussiert und die Themen in eine sinnvolle Anordnung bringt

Panel 1: Was ist gute Bildung?
Anchorman: Prof. Dr. Thorsten Schneider, Juniorprofessur für Soziologie mit dem Schwerpunkt Bildungsungleichheit im Lebenslauf der Universität Bamberg: "Bildung im Lebenslauf - Grundzüge und Potentiale der neuen Längsschnittstudie Nationales Bildungs­panel (NEPS)"

Prof. Dr. Hans-Günther Roßbach, Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik der Universität Bamberg: "Wie gut sind unsere Kindergärten?"

Andrea Auring, Hauptschule Scheßlitz / Susanne Dörfler, Konrektorin an der Volksschule Gaustadt / Jürgen Poppendörfer, Konrektor an der Volksschule Burgebrach: "Hauptschüler auf dem Weg ins Berufsleben - Was kann Schule tun?"

Dr. Corinna Kleinert, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich "Bildungs- und Erwerbsverläufe" des IAB Institut für Arbeitsmarkt- und Berufs­forschung, Nürnberg: "Chancen und Risiken im Übergang von der Schule in den Beruf"

Heribert Trunk, Vorsitzenden der Geschäftsführung der BI-LOG GmbH und Vizepräsident der IHK für Oberfranken: "'Gute Bildung' aus der Sicht der Wirtschaft"

Panel 2: Kulturelles Erbe – wertvoll auf Dauer
Anchorman: Dr. Karin Dengler-Schreiber, Leiterin des Zentrums Welterbe Bamberg: "Wohlfühlfaktor Kulturelles Erbe"

Petra Platzgummer-Martin, Refierungsvizepräsidentin von Oberfranken: "Schutz und Pflege des kulturellen Erbes - die Rolle der Regierung von Oberfranken"
Prof. Dr.-Ing. Rainer Drewello, Professur für Restaurierungswissenschaft in der Baudenkmalpflege der Universität Bamberg: "Kulturgutsicherung als Wirtschaftsfaktor"

Jens Abromeit, Direktor der Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA, Hallstadt: "Standortattraktivität als Vorteil bei der Suche nach guten Mitarbeitern"

Annette Glück-Schmidt, OStRin am Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg / Johannes Klehr, OStR am Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg: "Der Stein beginnt zu reden – Schüler engagieren sich für das Weltkulturerbe Bamberg"

Panel 3: Neue Formen der Gesundheitsförderung
Anchorman: Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Oberender, Direktor der Forschungsstelle für Sozialrecht und Gesundheitsökonomie an der Universität Bayreuth, Direktor des Instituts für angewandte Gesundheitsökonomie: "Die gesundheitsökonomische Bedeutung der Gesundheitsförderung"

Prof. Dr. Richard Pieper, Professur für Urbanistik und Sozialplanung der Universität Bamberg: "Neue Technologien und Lebensqualität im Alter: Das Projekt Sophia"

Dr. Gertrud Demmler, Vorstandsmitglied der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse, München: "Innovationen in der Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung"

Prof. Dr. Barbara Städtler-Mach, Vizepräsidentin der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg: "Mit Verantwortung alt werden. Ethische Aspekte zur Gesundheitsprävention der Generation 60+"

Matthias Drewniok, Geschäftsführer der Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Hallstadt: "Fit für die Zukunft - Betriebliches Gesundheitsmanagement bei Brose"

Panel 4: Verantwortung als Herausforderung an die Wirtschaft
Anchorman: Dr. Rudolf Kötter, Zentralinstitut für Angewandte Ethik und Wissenschaftskommunikation der Universität Erlangen-Nürnberg: "Organisatorische Voraussetzungen personaler Verantwortung"

Dr. Georg Trautnitz, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Internationales Management mit Schwerpunkt Europäisches Management der Universität Bamberg: "Unternehmerische Verantwortung? - Zum Verhältnis von ökonomischen, rechtlichen und ethischen Anforderungen"

Dr. Ignacio Campino, Vorstandsbeauftragter für Nachhaltigkeit und Klimaschutz der Deutschen Telekom AG, Bonn: "Verantwortung im Alltag - Kann man Verantwortung lernen?"

Prof. Dr. Dr. Alexander Brink, Institut für Philosophie (Wirtschafts- und Unternehmensethik) der Universität Bayreuth: "Verantwortung nicht gegen, sondern mit der Wirtschaft"
N.N.

7. Ratsempfang der Europäischen Metropolregion Nürnberg

Durch den Ratsvorsitzenden der EMM, den Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, sind alle 54 Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister, die Mitglieder aller Steuerungskreise und aller Fachforen (Wirtschaft + Infrastruktur, Wissenschaft, Kultur, Sport, Tourismus, Verkehr + Planung und Marketing) sowie die Teilnehmer und Partner des Wissenschaftstags und die Presse eingeladen. Damit wird auch die gesellschaftspolitische Bedeutung des Wissenschaftstages als zentraler Treff der Multiplikatoren und Entscheider in der Metropolregion erlebbar.

Eingeleitet wird der Ratsempfang durch einen Auftritt des Blechbläserquintetts der Bamberger Symphoniker, die vom Intendanten Wolfgang Fink kurz vorgestellt werden.